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Klingenthal. Sechs Springen, sechs Siege. Clemens Aigner hat beim Sparkassen FIS Continental Cup im Skispringen in der Sparkasse Vogtland Arena vor zahlreichen Zuschauern und bei bestem Wetter, seine makellose Sommersaison vollendet. Der 33-jährige Österreicher gewann sowohl am Samstag als auch am Sonntag und beendet den Sommer damit mit der Maximalausbeute von 600 Punkten.

 

Aigner hält Prevc in Schach

Am Tag der Deutschen Einheit legte Aigner bei sommerlichen 19 Grad den Grundstein für seinen Erfolg. Mit 132 Metern übernahm er im ersten Durchgang die Führung. Dahinter wurde es im Finale spannend. Der Slowene Domen Prevc, nach dem ersten Sprung nur Neunter, segelte im zweiten Durchgang auf 141,5 Meter. Das war die größte Weite des Tages und katapultierte ihn bis auf Rang zwei nach vorn. Aigner behielt jedoch die Nerven, landete bei 135,5 Metern und siegte mit 11,1 Punkten Vorsprung. Platz drei ging an den Polen Jakub Wolny (125 und 134,5 Meter).

Bester Deutscher war Luca Roth auf Rang 13, gefolgt von Ben Bayer auf Platz 15 und Max Unglaube auf Platz 18.

 

Weitenjagd am Sonntag

Bei deutlich kühleren 10 Grad entwickelte sich am Sonntag ein Duell auf Augenhöhe. Aigner und der Slowene Anze Lanisek landeten im ersten Durchgang beide bei 142 Metern. Aigner war dabei von einem verkürzten Anlauf gestartet und erhielt dafür Bonuspunkte. Für einen Paukenschlag sorgte jedoch Raffael Zimmermann. Der Österreicher flog auf 145 Meter, die größte Weite des gesamten Wochenendes und nur eineinhalb Meter unter dem Schanzenrekord von 146,5 Metern. Bei der Landung musste er allerdings Abzüge bei den Haltungsnoten hinnehmen.

Im Finale zeigte Aigner mit 137,5 Metern den besten Sprung des Durchgangs und sicherte sich seinen sechsten Saisonsieg. Lanisek wurde mit 133 Metern Zweiter, Zimmermann komplettierte mit 129 Metern das Podest. Domen Prevc ging am Sonntag leer aus. Wie bereits im vergangenen Jahr wurde er wegen eines zu großen Anzugs disqualifiziert.

Die deutschen Springer steigerten sich am Sonntag. Luca Roth sprang auf Rang acht, Ben Bayer direkt dahinter auf Platz neun. Lasse Deimel wurde 19., Max Unglaube 26.

 

Österreichischer Dreifachtriumph in der Gesamtwertung

In der Gesamtwertung des FIS Continental Cup gab es keine Spannung mehr, dafür aber eine rot-weiß-rote Machtdemonstration. Hinter Aigner (600 Punkte) belegen Raffael Zimmermann (344) und Lukas Haagen (279) die Plätze zwei und drei. Ben Bayer ist als Vierter bester Deutscher, Luca Roth beendet den Sommer auf Rang neun.

Ein großer Dank gilt allen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern, ohne die ein solches Wochenende nicht möglich wäre, sowie allen Zuschauerinnen und Zuschauern, die die Athleten an beiden Tagen lautstark unterstützt haben. 

Lange warten müssen die Skisprungfans im Vogtland nicht. Bereits am 24. und 25. Oktober kehrt die Weltelite zum Finale des FIS Sommer Grand Prix nach Klingenthal zurück, mit einem Einzelspringen und einem Mixed-Team-Wettbewerb. 

 

Alle Ergebnisse des Sparkassen FIS Continental Cups finden Sie unter www.weltcup-klingenthal.de.